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Ernährungstherapie mit ärztlicher Bescheinigung

Bei Diagnosen wie Reizdarm, Diabetes Typ 2, Zöliakie oder einer Fettstoffwechselstörung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einen großen Teil der Beratungskosten. Voraussetzung ist eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung.

Jemand notiert mit einem Bleistift in ein gedrucktes Wochenprotokoll, daneben stehen eine Schale Haferbrei und eine Tasse Tee

Wie die Kasse ins Spiel kommt

Drei Schritte, in dieser Reihenfolge

  1. Bescheinigung besorgen

    Ihre Haus- oder Facharztpraxis stellt eine Notwendigkeitsbescheinigung aus. Das ist ein Formular, kein Rezept - es kostet nichts und dauert selten länger als einen Praxisbesuch.

  2. Kasse fragen

    Sie reichen die Bescheinigung bei Ihrer Krankenkasse ein und bekommen eine Zusage über die Zahl der Einheiten und den Erstattungssatz. Das machen wir mit Ihnen zusammen, wenn Sie möchten.

  3. Beraten lassen und einreichen

    Sie zahlen unsere Rechnung und reichen sie bei der Kasse ein. Der erstattete Anteil kommt direkt an Sie zurück.

Was das konkret kostet

Erstgespräch

95,00 EUR

60 Minuten

Folgeberatung

75,00 EUR

45 Minuten

Übliche Erstattung

75 bis 90 %

je nach Kasse und Diagnose

Ein üblicher Verlauf umfasst fünf Einheiten: ein Erstgespräch und vier Folgetermine. Bei 80 Prozent Erstattung bleibt davon ein Fünftel bei Ihnen - für drei Monate Begleitung.

Womit Menschen zu uns kommen

Sechs Anlässe, die wir häufig sehen

Wenn Ihre Diagnose nicht dabei ist: fragen Sie trotzdem. Bei manchen Erkrankungen gehört die Beratung in eine Klinikambulanz - dann nennen wir eine Adresse.

Reizdarm und FODMAP

Karenzphase, Wiedereinführung, Dauerernährung. Die drei Schritte dauern zusammen etwa zwölf Wochen - danach wissen Sie, was Sie vertragen und was nicht.

Diabetes Typ 2

Kohlenhydrate einordnen, ohne zu zählen. Ein erster Schritt ist meist, zuckerhaltige Getränke zu ersetzen.

Zöliakie

Glutenfrei einkaufen, kochen und auswärts essen. Wir gehen den Vorratsschrank durch und klären, wo Kreuzkontamination wirklich zum Problem wird.

Unverträglichkeiten

Laktose, Fruktose und Sorbit klären sich über den Atemtest, Histamin über Auslassen und geplante Wiedereinführung. Danach geht es darum, wie viel geht - nicht darum, alles zu streichen.

Fettstoffwechsel

LDL und Triglyzeride senken, ohne dass Essen freudlos wird. Öle tauschen, zweimal die Woche Fisch, mehr Ballaststoffe.

Schwangerschaft und Stillzeit

Eisen, Jod, Folat - und die Frage, was man in der Schwangerschaft wirklich meiden muss und was ein Gerücht ist.

Zwei erwachsene Frauen bereiten gemeinsam Gemüse an einer hellen Küchenzeile zu

Wie es abläuft

Von der Anamnese zum Alltag

Im Erstgespräch nehmen wir Ihre Ernährungsgewohnheiten auf, sehen uns Befunde an und legen ein erstes Ziel fest. Danach folgen in der Regel vier bis fünf Folgetermine im Abstand von zwei bis vier Wochen. Zwischendurch führen Sie ein Ernährungsprotokoll - digital in Ihrem Beratungsheft oder auf Papier.

Das Ernährungsprotokoll ist dabei das wichtigste Werkzeug. Sie tragen eine Woche lang ein, was Sie wann gegessen haben und wie hungrig Sie vorher waren. Wir schreiben unsere Anmerkungen direkt an die einzelnen Mahlzeiten - so sehen Sie beim nächsten Termin genau, worum es geht.

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